Alltagstest mit dem Pavo Granfondo

Vorweg muss ich sagen, ich bin kein klassischer Rennradfahrer. Meine Wurzeln liegen im klassischen BMX/Dirt Jump Bereich mit Fokus seit einigen Jahren auf Downhill MTB und Enduro. Also eher der Mountainbiker, der es auch mal gerne bequem Bergauf mit Lift angeht. Daher war die Skepsis etwas größer, als ich zum ersten Mal auf einem Carbon Rennrad saß.

Klar, die klassischen gelöteten Rahmen der mittlerweile zu Fixies umgebauten Trendräder hatte ich schon auch in meiner Sammlung, allerdings nie ein auf das Gramm ausgesparte und auf Rennen getrimmte Rennrad.

Die Chance ein so gut abgestimmtes Rad eine Woche lang einem Alltagstest zu unterziehen, wurde natürlich sofort wahrgenommen. Alltagstest versteht sich für mich, täglich in die Arbeit und zurück und die ein oder andere Tour.

Das Pavo Granfondo Ultegra Di2

Der äußere Eindruck ist natürlich überwältigend. Schick kommt es daher in matt schwarz mit roten Akzenten und einer nicht so aufdringlichen Beschriftung. Die Ultegra DI2 Kompakt passt farblich, als auch funktionell wunderbar in das Gesamtkonzept und die Mavic Ksyrium mit ihren Messerspeichen runden es sinnvoll ab.

Also Pedale montiert und los geht’s!

Erster Fahreindruck:

Dieses Rad schreit förmlich nach vorne getreten zu werden. Ab in den Wiegetritt, und es geht noch schneller voran. Ein Grinsen macht sich auf meinem Gesicht breit, und ich beginne darüber nachzudenken, warum ich so etwas nicht schon früher mal gefahren bin. Geräusche dringen nur von den auf 7Bar aufgepumpten Reifen und dem schönen dezenten Rauschen des Carbonrahmens zu mir durch.

Dann der erste Härtetest

Die Straße hatte schon bessere Zeiten hinter sich und wurde an vielen Stellen geflickt. Ich umzirkle die ersten paar Löcher und Riss Kombinationen noch, doch dann denk ich an meine Mission und meinen Test. Also Vollgas geradeaus. Körperspannung! – und plötzlich Entspannung pur.

Klar, es ist kein Downhill oder Enduro Bike mit einer Heckfederung, aber was da zu mir durchdrang, hat mich sehr positiv überrascht. Durch den Carbonrahmen war das Rad zwar hart und spurstabil, aber federte dann doch schon so weit, dass es nicht sehr unangenehm für mich als Fahrer war.

Leider war nach ein paar Kilometern schon wieder die Fahrt vorbei, und ich freute mich beim Abstellen auf den nächsten Morgen, um wieder mit dieser Schönheit fahren zu können.

Dieses Spielchen wiederholte sich jeden Tag aufs Neue. Gefahren wurde immer mit einer Umhängetasche. Da vermisste ich etwas die Möglichkeit wie beim Simplon Inissio einen Gepäckträger zu montieren.

Allerdings hat Simplon mir einen geheimen Wunsch erfüllt: Jeder kennt die Situationen in der Stadt, in der plötzlich ein Auto auftaucht. Zum Glück ist in dieser Woche noch sehr viel Platz gewesen um auszuweichen. Manchmal wünschte ich mir sehnsüchtig meine Scheibenbremsen vom MTB.

Ich bin kein Rennradprofi, achte nicht auf das letzte Gramm beim Rad und daher ist mir dieser Sicherheitsaspekt vor allem in der Stadt sehr wichtig – Und siehe da, das Pavo Granfondo Disc steht für 2017 in den Startlöchern.

Danke Simplon und vielleicht bis zum nächsten Test.

 

 

weitere Details zum Pavo Granfondo -> simplon.com